American Staffordshire Terrier

 

Englische Einwanderer brachten etwa 1860 bullterrierartige Hunde nach Amerika mit - ausdrücklich für Hundekämpfe. Es gründeten sich Hundevereine und Zeitungen, die diesem "Hobby" frönten, die Hunde hießen dann auch Pitbull Terrier ("pit" ist die Kampfarena). Weil der American Kennel Club AKC die mittlerweile verbotenen Hundekämpfe nicht tolerierte und die dazu gehörigen Hunde, die Pitbulls, nicht anerkannte, kam es zur Spaltung der Rasse in den Pitbull und den American Staffordshire Terrier.

 

Dessen Züchter hatten sich in ihrer Mehrheit ebenfalls von Hundekämpfen abgewandt. 1936 erkannte der AKC den Amstaff, wie er liebevoll genannt wird, an. 1972 erfolgte die Anerkennung durch die FCI; im gleichen Jahr wurde der erste Amstaff, noch unter anderer Bezeichnung in ein deutsches Zuchtbuch eingetragen.

 

Der Amstaff ist etwa 8 cm höher als der Staffordshire Bullterrier - 46 bis 48 cm für Rüden, 43 bis 46 für Hündinnen, das Gewicht ist nicht festgelegt. Solide gebaut, muskulös, gedrungen, aber beweglich, gefällig soll er sein und Interesse an allem haben, was sich in seiner Umgebung tut. Alle Farben sind gestattet, aber mehr als 80% weiß sollten nicht vorhanden sein, schwarzloh und leberfarben sind unerwünscht.

 

 

Der Amstaff hat einen großen kräftigen, keilförmigen Kopf mit runden, tief eingesetzten dunklen Augen und Rosen- oder Kippohren.

 

 

Der Amstaff wird als intelligent, arbeitseifrig, bewegungsfreudig und ausdauernd geschildert; er gilt als anhänglich und sehr verspielt. Laut AKC ist seine Unverträglichkeit mit anderen Hunden mittlerweile "herausgezüchtet". Gerade seine Vergangenheit als Kämpfer hat ihm aber auch seine Menschenfreundlichkeit und seinen Willen, alles für seine Menschen zu tun, beschert. Und genau das macht ihn zum begehrten Objekt für bestimmte Leute, die diese Eigenschaften mißbrauchen.

 

 

Der American Staffordshire Terrier gehört gut und konsequent erzogen, geistig und körperlich ausgelastet und an Begegnungen mit anderen Hunden gewöhnt. Er gehört nicht in den Zwinger! Und aus gutem Grund wird eine Schutzhundausbildung für den Amstaff von GBF und DCBT abgelehnt.

 

 

 

 

Bilder © Helmut Wörle, Augsburg