Bullterrier

 

Es läßt sich nicht abstreiten: der Ausgangspunkt für die Zucht des Bullterriers waren die Hundekämpfe in Mittelengland im 19. Jahrhundert; es wurde ein wendigerer Hund mit einer längeren Schnauze als die damalige Bulldogge dafür gesucht. So entstand der Bullterrier aus der Kreuzung der (alten) Bulldogge, des (ausgestorbenen) White Terrier und dem Dalmatiner. Die Existenz der neuen Rasse Bullterrier wird schon um 1821 geschildert.

 

Aber bereits 1840 wurden, so belegen Aufzeichnungen, Bullterrier als Ausstellungshunde, nicht für Hundekämpfe, gezüchtet.

 

  Quelle

 

Gegenüber seinen Ahnen und Urahnen hat der heutige Bullterrier sein Aussehen sehr verändert. Charakteristisch ist sein Kopf mit dem ausgeprägten downface; sein Ausdruck ist durchdringend und entschlossen. Die Augen sind dreieckig, klein und sehr dunkel, sollen aber laut Standard durchdringend glitzern ("piercing glint"). Der Körperbau ist muskulös und kräftig, es gibt keine Größen- und Gewichtsbeschränkungen im Standard, der Bullterrier soll einen ausgewogenen Körper mit einem Maximum an Substanz - nicht an Gewicht! - haben. Das Haar ist kurz, glatt und ebenmäßig und fühlt sich hart an. In der Bewegung deckt der Bullterrier viel Boden, läuft frei, leichtfüßig und flott.

 

 

 

Ursprünglich wurden Bullterrier nur in weiß gezüchtet, in England gab es bis 1950 beim Kennel Club das Verbot, weiße mit farbigen Bullterriern zu kreuzen. Dennoch zogen einige Züchter die farbigen Bullterrier vor. Die "bunten" sollen heute mehr Farbe als weiß haben, gestromte Hunde werden bevorzugt, blau und leberfarben ist höchst unerwünscht.

 

 

Der ideale Charakter des Bullterriers wird als feurig, mutig, aber ausgeglichen und diszipliniert beschrieben. Obwohl er eigensinnig sein kann, ist er äußerst menschenfreundlich.

 

 

Bullterrier, die diese im Standard geforderten Eigenschaften nicht zeigen, nicht wesensfest oder aggressiv sind, gehören nicht in die Zucht.

 

 

Bilder © Helmut Wörle, Augsburg