Drahthaar Foxterrier

 

Es war die Fuchsjagd in England, die den Foxterrier schuf und ihm den Namen gab. Auf Jagdbildern des 15. Jahrhunderts finden sich weißbunte Hunde, als Laufhunde in der Meute und kleinere Ausführungen am und im Bau. Dabei dürfte die glatthaarige Ausführung des Foxterriers die ältere sein und der Drahthaarfox aus Kreuzungen mit anderen englischen Terriern entstanden sein: der glatthaarige Fox wird um 1800 erwähnt, der drahthaarige etwa ab 1814. Es wird berichtet, daß der rauhhaarige Fox auf der Jagd besser vor Dornen und Zweigen geschützt gewesen sei.

 

Erstmals 1862 wurde ein Foxterrier in Birmingham ausgestellt, der Standard wurde 1876 festgelegt. Als in England das Trimmen erlaubt wurde und sich die Wire Fox Terrier Association gründete, erfuhr die rauhhaarige Version großen Aufschwung.

 

  Diana Thorn, 1936

 

Schon in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts kam der Foxterrier nach Deutschland. 1889 wurde der Deutsche Foxterrier-Klub gegründet, zusammen mit regionalen kleineren Vereinen bildete er 1909 den Deutschen Foxterrier-Verband, den einzigen zuchtbuchführenden Verein für den Foxl im VDH.

 

  Diana Thorn

 

In den 50er Jahren wurde der Foxterrier zum Modehund - mit 10000 eingetragenen Welpen 1949 - was ihm überhaupt nicht gut getan hat. "Struppi" und später "Jacky" waren die Foxls bei Robert Lembkes Beruferaten im Fernsehen, "Tim und Struppi" haben auch heute wieder eine große Fan-Gemeinde, "Mr. Asta" unterstützte Wiliam Powell und Myrna Loy bei der Suche nach dem "Dünnen Mann", und Artur Heinz Lehmann setzte seinem Puck ein literarisches Denkmal.

 

Als andere Hunderassen "Mode" wurden, konnte der Foxterrier sich wieder erholen, was aber eine lange Zeit dauerte. Heute werden etwa 1000 Welpen jährlich eingetragen.

 

  © W. Huwa

 

Der Drahthaar Foxterrier wird bis 39 cm groß - Hündinnen sind etwas kleiner - und sein Idealgewicht wird für Rüden mit 8,25 kg - wiederum Hündinnen etwas weniger - angegeben. Der Drahthaar Fox ist vorherrschend weißmit schwarzen, lohfarbenen oder schwarz-lohfarbenen Abzeichen; gestromte, rote, leberfarbene oder schieferblaue Abzeichen sind unerwünscht. Das Haar hat eine doppelte Struktur mit weicher Unterwolle und sehr hartem Deckhaar.

 

  © W. Huwa

 

Der Foxterrier ist ein Jagdhund in den typischen englischen Jagdfarben weiß, schwarz, rotbraun. Seine Größe wird bestimmt vom Jagdzweck: er muß in den Fuchsbau passen. Ein Jagdhund muß aufmerksam, gelehrig, wendig, ausdauernd und furchtlos sein - und das ist der Foxterrier. Auch wenn nur ein geringer Teil der Halter den Hund jagdlich führen - das Erbe, daß er mitbringt, darf nie vergessen werden. Der Standard beschreibt das erwünschte Wesen als "lebhaft, schnell in der Bewegung, mit durchdringendem Ausdruck, voll gespannter Erwartung bei der geringsten Herausforderung. Freundlich, aufgeschlossen und furchtlos".

 

  © W. Huwa

 

Wenn der Foxl jagdlich geführt wird, dann vorwiegend für die Fuchsjagd, aber auch beim Stöbern. Der Fox ist anerkannter Jagdhund beim Jagdgebrauchshundverband e.V.

 

Der Foxl als Familienhund ist kein Anfängerhund. Das pfiffige Kerlchen fordert seinen Erzieher! Der Fox braucht sehr viel Bewegung und geistige Anregung, oft auch die Umlenkung seine Jagdtriebs in geeignete Bahnen. Dafür ist er für jede Sportart geeignet und eifrig dabei, und er kann auch wirklich lange Touren am Fahrrad machen.

 

  © Antje Becker