Glatthaar Foxterrier

 

Es war die Fuchsjagd in England, die den Foxterrier schuf und ihm den Namen gab. Auf Jagdbildern des 15. Jahrhunderts finden sich weißbunte Hunde, als Laufhunde in der Meute und kleinere Ausführungen am und im Bau. Dabei dürfte die glatthaarige Ausführung des Foxterriers die ältere sein und der Drahthaarfox aus Kreuzungen mit anderen englischen Terriern entstanden sein: der glatthaarige Fox wird um 1800 erwähnt.

 

  © Maud Earl

 

Erstmals 1862 wurde ein Foxterrier in Birmingham ausgestellt, der Standard wurde 1876 festgelegt. Als in England das Trimmen erlaubt wurde und sich die Wire Fox Terrier Association gründete, erfuhr die rauhhaarige Version großen Aufschwung.

 

  Meyers Konversationslexikon, 1897

 

Schon in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts kam der Foxterrier nach Deutschland. 1889 wurde der Deutsche Foxterrier-Klub gegründet, zusammen mit regionalen kleineren Vereinen bildete er 1909 den Deutschen Foxterrier-Verband, den einzigen zuchtbuchführenden Verein für den Foxl im VDH.

 

Der Foxterrier ist ein Jagdhund in den typischen englischen Jagdfarben weiß, schwarz, rotbraun. Seine Größe wird bestimmt vom Jagdzweck: er muß in den Fuchsbau passen. Ein Jagdhund muß aufmerksam, gelehrig, wendig, ausdauernd und furchtlos sein - und das ist der Foxterrier. Auch wenn nur ein geringer Teil der Halter den Hund jagdlich führen - das Erbe, daß er mitbringt, darf nie vergessen werden.

 

  © Piotr Pietryka

 

Wer nicht für genug action für seinen Fox sorgt - sei es im Sport, auf der Jagd, aber stets mit Abwechslung - der wird dann von seinem Hund durch dessen Verhalten deutlich darauf hingewiesen, daß ihm etwas fehlt. Mit liebevoll-konsequenter Erziehung und geistiger und körperlicher Auslastung ist der Foxterrier jedoch gut auch als Familienhund zu halten.

 

  © P-Piter

 

Der Glatthaar Foxterrier ist weiß, weiß mit schwarzen oder lohfarbenen Platten, schwarz mit lohfarbenen Platten; gestromte, rote oder leberfarbene Platten sind unerwünscht. Er wird bis 39 cm groß, ein Gewicht gibt der Standard nicht an, es geht bis etwa 8 kg. Er darf nicht grob oder schwerfällig wirken, soll "im Stand wie ein gut gebautes Jagdpferd mit kurzem Rücken" aussehen. Ausdrücklich lehnt der Standard aggressive oder ängstliche Hunde ab.

 

Wenn der Foxl jagdlich geführt wird, dann vorwiegend für die Fuchsjagd, aber auch beim Stöbern und bei der Saujagd.. Der Fox ist anerkannter Jagdhund beim Jagdgebrauchshundverband e.V.