Staffordshire Bull Terrier

 

Bereits vor 1800 gab es in England in der Grafschaft Staffordshire kleine, bullige Hunde, die als Vorfahren des Staffordshire Bullterriers gelten. Ursprünglich zur Rattenjagd und später zum Wettkampf im Rattenbeißen gehalten, wurden sie als eigenständige Rasse für Hundekämpfe gezüchtet.

 

 

Als erstes europäisches Land verbot jedoch England bereits 1835 Tierkämpfe, und fortan besann sich die Züchterschaft auf ein weiteres prägendes Merkmal des Staffordshire Bullterriers: seine Menschenfreundlichkeit und Familientauglichkeit. 1935 erkannte der Kennel Club die Rasse an, der Rassestandard veränderte sich von 1948 über 1987 bis 1998 in wesentlichen Teilen (einen englischsprachigen Vergleich der Standards finden Sie hier), insbesondere wurde die Größenobergrenze um mehr als 5 cm gesenkt, während das Gewicht gleich blieb - so ist der heutige Staffordshire Bull ein schwerer Hund geworden.

 

 

Der Staffordshire Bullterrier werden bis 40 cm groß und bis 17 kg schwer. Sie haben einen breiten kurzen Kopf mit Rosen- oder Stehohren auf einem gedrungenen Körper. Die Farben sind rot, schwarz, weiß, falb, blau oder eine dieser Farben mit weiß, oder gestromt in jeder Schattierung oder gestromt mit weiß. Schwarzloh und leberfarben sind höchst unerwünscht.

 

 

Der Staffordshire Bull bewegt sich kraftvoll und flink, aber rationell.

 

Das Wesen wird als tapfer, furchtlos und absolut zuverlässig beschrieben, traditionell ist der Staffordshire Bull von "unbeugsamen Mut und Hartnäckigkeit". Ausdrücklich erwähnt der Standard, daß er "hochintelligent und liebevoll, besonders zu Kindern" ist; in England wird der Staffordshire Bullterrier als Familienhund gehalten, als "Nanny dog", "Children's nanny"; er wird erfolgreich als Rettungshund geführt.

 

 

Bilder © Helmut Wörle, Augsburg